Der Bebauungsplan - LG Zug

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan

Das LG-Areal hat aufgrund seiner Grösse und prominenten Lage eine zentrale Bedeutung für die städtebauliche Wahrnehmung und den urbanen Charakter von Zug. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll deshalb ein lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen. Mit dem erforderlichen Bebauungsplan stellt das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug eine qualitativ hochwertige Entwicklung und Realisierung sicher.

Ausgangspunkt für das LG-Areal war das städtebauliche Gesamtkonzept des Planerteams Christian Salewski & Simon Kretz Architekten (heute Salewski Nater Kretz), pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner, welches als Sieger aus dem Studienauftrag von 2017/2018 hervorging.

Der nun vorliegende Bebauungsplan «LG-Areal, Zug» setzt sich aus mehreren Dokumenten zusammen. Die zentralen, verbindlichen Bestandteile sind der Situationsplan sowie die zugehörigen Bestimmungen. Sie geben vor, wie gebaut werden darf und welche Rahmenbedingungen bei baulichen Veränderungen gelten. Ergänzend dazu dient das Richtprojektdossier als orientierende Grundlage: Das Richtprojekt veranschaulicht die übergeordneten Prinzipien und zeigt auf, wie die Vorgaben konkret umgesetzt werden können. Der Planungsbericht fasst alle Elemente zusammen, bietet eine Gesamtsicht und dokumentiert die Entstehung sowie die Hintergründe des Bebauungsplans.

Die einzelnen Baufelder können entwickelt werden, sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist (voraussichtlich 2027).

Hier geht's zu den BBP-Unterlagen
Der Bebauungsplan kurz erklärt

Zweck eines Bebauungsplans

Ein Bebauungsplan dient dazu, für ein klar abgegrenztes Gebiet eine qualitätsvolle und aufeinander abgestimmte bauliche Entwicklung sicherzustellen – oft über das hinaus, was die allgemeine Bauordnung ermöglicht. Innerhalb eines definierten Rahmens kann er von bestehenden Zonenvorschriften sowie vom Bau- und Planungsgesetz abweichen. Verabschiedet wird er von der zuständigen Gemeinde und ist rechtlich verbindlich. Für die Grundeigentümerschaften legt er fest, welche städtebaulichen Regeln gelten und welche Vorgaben bei der Nutzung und Bebauung einzuhalten sind.

Neben dem Gesamtvolumen und den maximalen Höhen der Gebäude enthält der Bebauungsplan zahlreiche Bestimmungen zur verkehrstechnischen Erschliessung, zur Qualität der städtebaulichen Gestaltungsidee und zur Nutzungsverteilung.

Ordentliches Verfahren

Der Bebauungsplan wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Zug bearbeitet. Nach Prüfung durch die kantonalen Behörden wird er vom Stadtrat zuhanden des Grossen Gemeinderates (GGR) verabschiedet. Im Anschluss an das politische Verfahren bedarf der Bebauungsplan der Annahme durch das Gemeindeparlament und den Regierungsrat.

Themen im Überblick

Städtebau und Richtprojekt

Das LG-Areal in Zug wird in den kommenden Jahren grundlegend transformiert: Aus dem heute industriell geprägten Gebiet entsteht ein lebendiges Stadtquartier mit hoher Aufenthaltsqualität. Hier wächst ein neuer Stadtteil, der Wohnen, Arbeiten und Freizeit eng miteinander verbindet.

Grundlage dieser Entwicklung bildet das Richtprojekt, das aus einem qualitätssichernden Verfahren (Studienauftrag) und im Dialog mit Fachleuten sowie im Austausch mit der Zuger Bevölkerung (Mitreden) entstanden ist. Es zeigt auf, wie sich das Areal Schritt für Schritt zu einem qualitätsvollen, stimmigen Ganzen entwickeln kann. Und es schafft klare Rahmenbedingungen für die Bebauung, die Freiräume und die Erschliessung – und dient als verbindliche Orientierung für die weiteren Planungsschritte.

Die zukünftige Bebauung ist vielfältig und markant. Einzelne Hochhäuser setzen Akzente und verleihen dem Quartier ein eigenes Gesicht. Dazwischen entstehen klar definierte Räume, Plätze und Wege, die Orientierung bieten und das Quartier erlebbar machen. Besonderes Augenmerk gilt der Qualität des öffentlichen Raums: Attraktive, mehrheitlich publikumsorientierte Erdgeschosszonen, vielfältige Nutzungen und anmutig gestaltete Plätze schaffen eine Atmosphäre, die einlädt – zum Ankommen, Begegnen und Verweilen. So entsteht ein Quartier, das sich selbstverständlich in die Stadt einfügt und zugleich eine neue Identität entwickelt.

Wohnen und Arbeiten

Im LG-Areal entsteht ein Quartier, das den Alltag neu denkt. Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen liegen nahe beieinander – und machen das Leben einfacher und vielfältiger. Wo heute vor allem gearbeitet wird, zieht künftig auch Leben ein. Menschen treffen sich, trinken Kaffee, flanieren oder geniessen einfach einen Moment im Schatten. Das Quartier wird zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält – nicht nur auf dem Weg von A nach B.

Das Wohnangebot ist breit gefächert und richtet sich an unterschiedliche Lebenssituationen. Gleichzeitig wird auch preisgünstiger Wohnraum geschaffen, damit ein vielfältiges und lebendiges Miteinander entstehen kann. Ergänzt wird das Wohnen durch ein vielfältiges Angebot an Arbeitsplätzen, Dienstleistungen und kleinen Alltagsangeboten. In den Erdgeschossen entstehen Cafés, Läden und Begegnungsorte, die das Quartier beleben und den Alltag bereichern.

So wächst ein Quartier der kurzen Wege – ein Ort, an dem vieles nah ist und sich das Leben unkompliziert gestaltet.

Mit dem Auto, Velo oder zu Fuss

Das LG-Areal liegt mitten in Zug, direkt beim Bahnhof und ist hervorragend angebunden. Diese zentrale Lage bildet die Grundlage für eine zukunftsorientierte Mobilität. Im Mittelpunkt stehen der öffentliche Verkehr, das Velo und die Zu-Fuss-Gehenden. Wer hier unterwegs ist, kommt schnell und unkompliziert ans Ziel. Die Wege sind kurz, die Verbindungen direkt – ob zum Bahnhof, in die Altstadt oder zu den umliegenden Quartieren.

Für Velofahrende wird das bestehende Netz weiter ausgebaut, etwa mit der neuen Verbindung entlang der Dammstrasse. Zu Fuss entsteht ein engmaschiges Wegenetz, das das Quartier durchlässig und gut erlebbar macht.

Der Autoverkehr bleibt möglich, tritt aber bewusst in den Hintergrund. Das Quartier selbst ist weitgehend verkehrsberuhigt, Parkplätze sind grösstenteils unterirdisch organisiert und werden durch neue Mobilitätsangebote ergänzt. So entsteht ein gut erreichbares Quartier, das gleichzeitig eine hohe Lebensqualität bietet und einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leistet.

Aussenraum und Grünflächen

Die Freiräume sind das Herz des neuen Quartiers. Sie verbinden, strukturieren und geben dem LG-Areal seinen eigenen Charakter. Sie folgen den Bedürfnissen und Empfehlungen der Stadtbevölkerung (Mitreden). Entstanden ist ein Netz aus Plätzen, Wegen und Grünräumen, das sich durch das gesamte Areal zieht. Diese Orte laden ein – zum Verweilen, Begegnen, Spielen oder einfach zum Durchatmen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Durchlässigkeit: Neue Wege und Verbindungen machen das Quartier offen und gut vernetzt – mit den angrenzenden Stadtteilen und dem Bahnhof. Viele dieser Freiräume sind öffentlich zugänglich. Sie sind hochwertig gestaltet und bieten Platz für das alltägliche Leben ebenso wie für besondere Momente.

Grünflächen und grosszügige Aussenräume waren ein zentrales Anliegen der Bevölkerung in der Mitwirkung 2020 (Mitreden). Gewünscht wurden eine nachhaltige Gestaltung, mehr Bäume, mehr Grün, Sitzgelegenheiten und Begegnungsorte: Diese Empfehlungen prägen das vorliegende Richtprojekt und den Bebauungsplan. Sie machen den Aussenraum zu einem lebendigen Bestandteil des Quartiers.

Stadtklima

Auch das Stadtklima wird aktiv mitgedacht. Die Freiräume sorgen dafür, dass sich das Quartier auch an warmen Tagen angenehm anfühlt. Bäume spenden Schatten, Grünflächen kühlen die Umgebung, und unversiegelte Beläge lassen den Boden atmen. Bestehende Bäume bleiben wo möglich erhalten und werden durch neue Pflanzungen ergänzt.

Ein wichtiger Bestandteil ist der Umgang mit Regenwasser: Es wird vor Ort zurückgehalten, versickert oder sichtbar durch das Quartier geführt. Dieses Prinzip der «Schwammstadt» unterstützt die natürliche Kühlung und stärkt den Wasserhaushalt.

Auch die Dächer leisten ihren Beitrag. Wo sie nicht als Terrassen genutzt werden, sind sie begrünt – oft in Kombination mit Solaranlagen. Begrünte Dachflächen speichern Wasser, kühlen die Umgebung und schaffen zusätzliche grüne Inseln im Quartier. So entsteht ein Umfeld, das auch in Zukunft angenehm bleibt – lebenswert, robust und gut an ein sich veränderndes Klima angepasst.

Das Areal

Das ehemalige Industrieareal von Landis & Gyr befindet sich an prominenter Lage, unmittelbar westlich vom Bahnhof Zug zwischen Aabach-/Nordstrasse, SBB-Geleisen sowie Gubel- und Theilerstrasse.

Das Areal

Gebäude in Hellbraun: Bestand im BBP-Perimeter, in Weiss: Bestand ausserhalb des Perimeters, in Hellgrau: Neubauten bzw. mögliche Aufstockungen mit dem Bebauungsplan

Bebauungsplanperimeter

Der Perimeter des Bebauungsplans umfasst rund 93'000 m2, während der Perimeter des Studienauftrags (Planungsperimeter) das ganze Gebiet von insgesamt 140'000 m2 beinhaltet.

Bebauungsplanperimeter

Gebäude in Hellbraun: Bestand im BBP-Perimeter, in Weiss: Bestand ausserhalb des Perimeters, in Hellgrau: Neubauten bzw. mögliche Aufstockungen mit dem Bebauungsplan

Baufelder

Das LG-Areal ist in Grundstücke unterteilt, die sich im Besitz von verschiedenen Grundeigentümern befinden. Die Projektierung der neuen Bauten erfolgt erst mit dem rechtskräftigen Bebauungsplan (voraussichtlich 2027). Hellbraun eingefärbt sind Bestandsbauten, die mit dem neuen Bebauungsplan keine bauliche Veränderung erfahren werden.

  • Baufeld Zählerstadt
  • Baufeld Theilerweg
  • Baufeld Theilerplatz
  • Baufeld Am Gleis
  • Baufeld Dammstrasse
  • Baufeld Theilerstrasse
Baufelder

Theilerplatzfff

Baufeld der Stadt Zug (Hochhaus, alter Bahnhof und öffentlicher Plätz).

Kontakt Grundstück Stadt Zug: immobilien@stadtzug.ch

baufeld_theilerplatz

Theilerplatz

Baufeld der Stadt Zug (Hochhaus, alter Bahnhof und öffentlicher Plätz).

Kontakt Grundstück Stadt Zug: immobilien@stadtzug.ch

baufeld_amgleis

Am Gleis

Baufeld der SBB AG

Vier Neubauten, die nach Genehmigung des neuen Bebauungsplans (BBP) realisiert werden.

baufeld_dammstrasse

Dammstrasse

Baufeld der Alfred Müller AG

Die alte Shedhalle, Zeitzeugin aus der Ära Landis & Gyr, wurde im Jahr 2020 vollständig renoviert und saniert. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Halle ihren industriellen Charakter beibehält. Im Frühling 2021 öffnete der SHED.Club seine Türen: ein neuer Place to be im Zentrum von Zug, wo Stil und Genuss zusammentreffen.

Die weiteren Gebäude sind Neubauten, die nach Genehmigung des neuen Bebauungsplans (BBP) realisiert werden.

baufeld_theilerstrasse

Theilerstrasse

Baufeld der Thoba Immobilien AG

Längsbau: bestehendes Wohngebäude.

Hochhaus: Neubau (bei Annahme Bebauungsplan).

 

baufeld_zaehlerstadt

Zählerstadt

Baufeld der UBS Fund Management (Switzerland) AG

In der alten Produktionshalle der Siemens Schweiz AG hat sich im 2018 auf 7500 m2 der FREIRUUM etabliert. Das beliebte Freizeitkonzept soll mit dem neuen Areal-Bebauungsplan zum grossen Teil erhalten bleiben.

Am Zählerweg 3-7 entstehen mit dem Umbau des Bestandsgebäudes 60 neue Mietwohnungen (Erstbezug Sommer 2027).

Die Neubauten auf der Parzelle werden nach Rechtskraft des Bebauungsplans realisiert.

baufeld_theilerweg

Theilerweg

Baufeld der Park Lane Zug AG

Im Stadtmodell

Navigieren Sie durchs Areal – es warten verschiedene Perspektiven und Themenübersichten auf Sie. Mit Klick auf die Folie in der Navigation links gelangen Sie jederzeit wieder zur entsprechenden Gesamtansicht.

Entdecken Sie das neue Stadtquartier mithilfe der Folienansichten in der Modell-Navigation links.
Auf eine beliebige Folie klicken, um den Scroll-Vorgang zu aktivieren.