Stadtrat verabschiedet Bebauungsplan LG-Areal – wichtiger Schritt für neuen Wohnraum in Zug - LG Zug

Stadtrat verabschiedet Bebauungsplan LG-Areal – wichtiger Schritt für neuen Wohnraum in Zug


Stadt Zug – 18. Mai 2026

Auf dem für die Stadt Zug und die Zuger Bevölkerung bedeutenden Areal der ehemaligen Landis+Gyr im Zentrum der Stadt Zug wird die Grundlage für zahlreiche neue Wohnungen geschaffen. Das heute mehrheitlich als Arbeitsstandort genutzte Gebiet entwickelt sich in den kommenden Jahren zu einem urbanen Stadtteil mit hohem Wohnanteil und vielfältigen Freiräumen. Der Stadtrat hat den Bebauungsplan LG-Areal zur 1. Lesung zu Handen des Grossen Gemeinderats verabschiedet.

Seit 2017 arbeitet die Stadt Zug gemeinsam mit privaten Grundeigentümern an der Weiterentwicklung des ehemaligen Industriestandorts. Insgesamt sind mehrere Parteien am Prozess beteiligt, darunter fünf Grundeigentümerschaften, welche das Bebauungsplanverfahren initiiert haben, sowie weitere Eigentümer, deren Liegenschaften in die Planung integriert sind. «Mit dem LG-Areal schaffen wir an zentraler Lage dringend benötigten Wohnraum für alle Bevölkerungskreise. Gleichzeitig legen wir Wert auf eine hohe Lebensqualität mit attraktiven Freiräumen und einem lebendigen Quartier», sagt Stadträtin Eliane Birchmeier, Vorsteherin des Baudepartements. So entstehe ein nachhaltiger Mehrwert für die Bevölkerung und die langfristige Stadtentwicklung.

Urbaner Wohnraum in lebendigem Quartier

Auf Basis eines städtebaulichen Konkurrenzverfahrens wurde ein Richtprojekt erarbeitet, das eine gezielte bauliche Verdichtung vorsieht. Durch Neubauten, Hochhäuser und Aufstockungen entstehen Wohnungen für rund 2’600 bis 3’900 Personen. Ein Teil davon wird als preisgünstiger Wohnraum realisiert – im Sinne der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand». Auch die Stadt Zug leistet hierzu einen konkreten Beitrag: Als Grundeigentümerin wird sie auf ihrem eigenen Areal gezielt preisgünstigen und bezahlbaren Wohnraum schaffen und damit das Angebot für die Bevölkerung ergänzen.

Bestehende, bei der Bevölkerung beliebte Nutzungen bleiben erhalten und werden integriert: Der «Freiruum» als niederschwelliges Gastro- und Freizeitangebot bleibt bestehen und sorgt zusammen mit weiteren Nutzungen für ein lebendiges Quartier. Weitere identitätsstiftende Orte wie das «Shed» oder der «Alte Bahnhof» knüpfen an die industrielle Geschichte des Areals an und führen sie mit neuen Nutzungen für die Stadtzuger Bevölkerung weiter.

Die städtebauliche Konzeption verbindet eine hohe bauliche Dichte mit einer sorgfältigen Einbettung in das bestehende Quartier. Die geplanten Hochhäuser – mit Höhen von bis zu rund 80 Metern – sind als Teil eines Gesamtensembles angeordnet und wirken als identitätsstiftende Orientierungspunkte. Sie ermöglichen die notwendige Verdichtung nach innen und schaffen gleichzeitig grosszügige Freiräume am Boden. Dadurch entsteht eine ausgewogene Struktur aus Gebäuden unterschiedlicher Höhen, die sich an den Bestand anfügt und dem neuen Stadtteil eine prägnante, zeitgemässe Silhouette verleiht.

Grosszügige Frei- und Grünanlagen

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der hohen Wohn- und Aufenthaltsqualität. Der Bebauungsplan schafft ein dichtes Netz an grosszügigen, miteinander verbundenen Freiräumen mit Plätzen, Grünanlagen und sogenannten Gleisgärten. Diese vielfältigen Aussenräume bieten Raum für Begegnung, Spiel und Erholung und prägen die Identität des neuen Quartiers wesentlich. Gleichzeitig wird das Areal insgesamt grüner gestaltet und leistet einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas sowie zur Förderung der Biodiversität.

Die Entwicklung des LG-Areals vereint damit die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum mit einer qualitätsvollen, nachhaltigen Stadtentwicklung nach innen. Der neue Stadtteil entsteht an zentraler Lage direkt beim Bahnhof Zug, nutzt bestehende Infrastrukturen optimal und schafft gleichzeitig attraktive Lebensräume für die Bevölkerung.

Nächste Schritte

Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für das LG-Areal am 12. Mai 2026 zur 1. Lesung im Grossen Gemeinderat verabschiedet. Die Beratung erfolgt nach der Behandlung in den vorberatenden Kommissionen voraussichtlich im Herbst 2026. Anschliessend haben Bevölkerung und Interessierte im Rahmen der öffentlichen Auflage die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und einzubringen.