Projektstand und die wichtigsten Verfahrensschritte im Planungsprozess
ab 2027/28: Projektierung und Wettbewerbe
Mit dem rechtskräftigen Bebauungsplan sind die baurechtlichen Rahmenbedingungen für die Planung der neuen Gebäude und der Umgebungsgestaltung definiert. Jeder Grundeigentümer ist selbst für die konkrete Entwicklung auf seiner Parzelle verantwortlich und muss für Gebäude, die höher als 30 Meter gebaut werden sollen, einen Architekturwettbewerb durchführen. Um die Baubewilligung zu erlangen, werden die einzelnen Bauprojekte anschliessend bei den Behörden eingereicht.
2026: Bebauungsplan geht an Parlament
Am 12. Mai 2026 wurde der Bebauungsplan vom Stadtrat zuhanden des Grossen Gemeinderats (GGR) verabschiedet. Erster Meilenstein im politischen Verfahren ist die 1. Lesung im Stadtparlament (voraussichtlich im Herbst 2026).
Bebauungsplan seit 2023
Basierend auf dem Richtprojekt wurde unter Federführung der Stadt Zug der Bebauungsplan erarbeitet. Mit Abschluss der kantonalen Vorprüfung und Antrag seitens Stadtrat zuhanden des Grossen Gemeinderates beginnen die parlamentarischen Beratungen und damit der politische Prozess. Der Bebauungsplan wird vom GGR beschlossen und vom Regierungsrat genehmigt werden (voraussichtlich 2027).
Richtprojekt 2022-2024
Um die Grundlage für die Erarbeitung des Bebauungsplans zu schaffen, wurde das Richtkonzept in ein Richtprojekt überführt.
Richtkonzept 2018-2021
Bei der Überführung des Siegerprojekts in ein Richtkonzept wurden die städtebauliche Idee konkretisiert, die Freiraumgestaltung optimiert, die Nutzungsverteilung weiterbearbeitet und die Empfehlungen der Zuger Bevölkerung aus dem im Herbst 2020 durchgeführten Beteiligungsverfahren aufgenommen. Im Stadtmodell ist das Richtkonzept als 3D-Modell abgebildet.
Studienauftrag 2017/2018
Im Rahmen eines öffentlichen Studienauftrags wurde ein städtebauliches Gesamtkonzept für das LG-Areal erarbeitet. Als Siegerin ging das Team Christian Salewski & Simon Kretz Architekten, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner hervor. Ihr städtebauliches Konzept wurde vom Beurteilungsgremium zur Weiterbearbeitung und Überführung in ein Richtkonzept empfohlen.
Das LG-Areal soll zu einem Quartier mit hoher Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität transformiert werden. Im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Studienverfahrens setzten sich 2017 fünf renommierte Planerteams mit der städtebaulichen Gesamtentwicklung des Areals auseinander. Die vorgeschlagenen Lösungen wurden von ausgewiesenen Fachexperten beurteilt. Eine zentrale Herausforderung war die ganzheitliche Betrachtung des Areals (Planungsperimeter): Obwohl nur ein Teil des Gebiets baulich verändert werden kann (Bearbeitungsperimeter), soll der Stadtteil in Zukunft als Einheit wahrgenommen werden.
Das Studienverfahren hat unter anderem gezeigt, dass die angestrebte Verdichtung gemäss kantonalem Richtplan nicht homogen über das ganze Areal verwirklicht werden kann, ohne die städtebauliche Qualität des Quartiers zu schmälern. Möglich ist hingegen eine punktuell sehr hohe Dichte, wenn im Ausgleich attraktive Freiräume zur Verfügung stehen.
Der Projektentwurf des Siegerteams Christian Salewski & Simon Kretz Architekten, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner überzeugte mit zwei zentralen Massnahmen: Einerseits verbindet eine Art «Ring» das ganze Areal, sichert die Erschliessung und schafft Freiräume. Dadurch lässt sich die innere Bebauung flexibler gestalten. Andererseits werden um die bestehenden historischen Gebäude herum besondere Orte kreiert, die eine vielfältige und zukunftsträchtige Nutzung ermöglichen, ohne dabei die Geschichte des Industrieareals zu vergessen.