Startschuss für die Neubelebung des LG-Areals - LG Zug

Startschuss für die Neubelebung des LG-Areals


Dem ehemaligen Landis&Gyr-Areal soll neues Leben eingehaucht werden. Aus der vormals «verbotenen Stadt» soll ein offenes und lebendiges Stadtquartier entstehen. Grundlage für den ordentlichen Bebauungsplan bildet ein städtebauliches Gesamtkonzept, das ab dem 25. September 2020 während zwei Wochen öffentlich ausgestellt sein wird. Über ein Mitwirkungsverfahren soll sich die Zuger Bevölkerung zu den zukünftigen Nutzungen auf dem Areal äussern können.

Das Landis&Gyr-Areal (LG-Areal) hat aufgrund seiner Grösse und prominenten Lage eine zentrale Bedeutung für die städtebauliche Wahrnehmung und den urbanen Charakter von Zug. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll deshalb ein attraktiver und lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen.

Zwei Auftakt-Veranstaltungen

Am Nachmittag des 24. Septembers 2020 haben rund 80 Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik die Ausstellung der fünf städtebaulichen Gesamtkonzepte aus dem Studienauftrag auf dem  LG-Areal eingeläutet. Die Ausstellung kann nun vom 25. September bis 9. Oktober 2020 an der Gartenstadt 2a in Zug jeweils von Montag bis Freitag, 16.00 bis 20.00 Uhr, besucht werden.

Am Abend desselben Tages waren Vertreter*innen aus der Bevölkerung von Stadt und Kanton zur Mitwirkungsveranstaltung eingeladen. Die rund 60 Teilnehmenden diskutierten die Frage, wie das Gebiet an zentraler und bestens erschlossener Lage attraktiv gestaltet und mit welchen Erdgeschoss- und Aussenraumnutzungen das Areal zukünftig belebt werden soll.

Öffentliche Mitwirkung zur Nutzungsplanung

Die Empfehlungen aus dem Mitwirkungsverfahren werden mit denjenigen aus der öffentlichen ePartizipation, die vom 2. bis 23. Oktober 2020 stattfinden wird, einfliessen. Online kann unter www.lg-zug.ch/mitreden zu denselben Fragestellungen hinsichtlich Nutzungsgestaltung mitgemacht werden. Die konsolidierten Empfehlungen werden in die weitere Bearbeitung des Nutzungskonzeptes der verantwortlichen Grundeigentümer einfliessen. Die Ergebnisse aus der Mitwirkung werden schliesslich am 30. November 2020 anlässlich einer Forumsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept

Im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Studienverfahrens setzten sich 2017/18 fünf renommierte Planerteams mit der städtebaulichen Gesamtentwicklung des Areals auseinander. Die vorgeschlagenen Lösungen wurden von einem ausgewiesenen Fach- und Sachgremium beurteilt. Eine zentrale Herausforderung war die ganzheitliche Betrachtung des Areals: Obwohl nur ein Teil des Gebiets baulich verändert werden kann, soll der Stadtteil zukünftig als Einheit wahrgenommen werden. Als Sieger des Studienauftrags ging das Team Christian Salewski & Simon Kretz Architekten, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner hervor.

Bebauungsplanverfahren

Für die Neugestaltung des LG-Areals ist gemäss dem Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug ein Bebauungsplan (BBP) erforderlich. Damit wird sichergestellt, dass die qualitativen Anforderungen an die städtebauliche und architektonische Gestaltung von Bauten und Freiräumen erfüllt werden. Das vom Siegerteam des Studienauftrags zwischenzeitlich überarbeitete Richtkonzept wird aktuell in ein Richtprojekt überführt, das wiederum die Basis für die Erarbeitung des Bebauungsplans liefert. Voraussichtlich im ersten Quartal 2021 wird das ordentliche Bebauungsplanverfahren durch die Stadt Zug eingeleitet.